Skoliosetherapie nach K.Schroth

Bei der Skoliose handelt es sich um ein progredientes bzw. fortschreitendes Phänomen (Achsenveränderung), das sich während der pubertären Wachstumsschübe intensiviert und eine erhöhte Zunahme des Krümmungswinkels zur Folge haben kann.

Die Skoliosetherapie nach K.Schroth versteht sich als eine dreidimensionale Arbeitsweise und beabsichtigt:

Die zentrale Säule dieser Arbeitsweise wird « orthopädische Atmung » genannt. Diese bildet ein wirkungsvolles jedem Menschen inhärentes Korrekturinstrument das, zusammen mit einer auf die Skoliose abgestimmten Muskelanspannung zur Rumpf- und Haltungsstabilisierung genützt wird. Desweiteren spielt sie eine maßgebliche Rolle in der Funktionsbesserung der Atmung und der damit zusammenhängenden Körperfunktionen.

Die Skoliosebehandlung legt großen Wert auf die bewusste Integration von Korrekturhaltungen und neuen Bewegungsmustern, die nach den Therapiestunden unbedingt in den Alltag mit einbezogen werden sollten.

Pre-operative physiotherapeutische Behandlung bei idiopathischer Skoliose Der Sinn der Behandlung liegt vor allem darin, dem Chirurgen das Operieren zu vereinfachen indem der Bogen auf seine Korrektur vorbereitet wird. Dieses wird therapeutisch über eine Mobilisierung und « Weichmachung » der wenig mobilen Wirbelsäulenabschnitte erzielt. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der pre- operativen Behandlung ist die Vorbereitung auf die neue Körperachse, die nach der OP verändert sein wird.

Post-operative physiotherapeutische Behandlung bei idiopathischer Skoliose Eine post-operative Nachbehandlung sollte unbedingt im ersten Jahr nach dem Eingriff erfolgen, um die neuen Bewegungsmuster und –abläufe unter Einbeziehung des Rumpfes harmonisch abzustimmen und eventuellen Schmerzen vorzubeugen.